Lotsenprüfungen
Die theoretische Prüfung für das jeweilige Rating wird nicht von der deutschen Division, sondern vom HQ-Training-Department abgenommen und automatisch ausgewertet. Sie kann hier angefordert werden. Direkt nach dem erfolgreichen Abschluss kann dann an derselben Stelle die praktische Prüfung (diese wird vom DE-TD abgenommen) beantragt werden.
Die Referenzen auf dieser Seite beziehen sich auf die deutschen TD-Richtlinien, welche alle Informationen zu praktischen Prüfungen in der Division beinhalten.
Voraussetzungen
Bevor ihr die praktische ATC-Prüfung anfordert, müsst ihr in der deutschen Division gewisse Vorleistungen erbringen. Alle Voraussetzungen für die Lotsenprüfungen sind in den TD-Richtlinien aufgeführt.
Ausschließlich die dort genannten Voraussetzungen sind verbindlich. Werden zum Zeitpunkt der Prüfungsanfrage nicht alle Voraussetzungen erfüllt, wird die Prüfung abgebrochen. In diesem Fall gilt eine Wartezeit von 30 Tagen, bevor eine neue Prüfungsanfrage gestellt werden kann.
Praktische Prüfung
Alle praktischen Prüfungen finden auf dem Discord Server der deutschen Division statt. Weitere Informationen zum Ablauf findest du in den TD-Richtlinien und erhältst du zusätzlich vorab per E-Mail. Die praktische ATC-Prüfung dauert zwischen zwei und drei Stunden und besteht aus:
- einem theoretischen Teil, welcher eine Stunde vor vereinbartem Praxistermin stattfindet. Dieses kann entfallen, sofern du in den letzten sechs Monaten bereits ein theoretisches Vorgespräch bestanden hast.
- Überprüfung der praktischen Fähigkeiten des Prüflings auf Basis der von IVAO.aero vorgegebenen Richtlinien in einer praktischen Prüfung.
- einem Debriefing, welches in folgende Abschnitte aufgeteilt ist:
- Selbsteinschätzung des Prüflings.
- Eine grobe Übersicht über die Prüfung durch den Prüfer.
- Eine detaillierte Besprechung der aufgetretenen Probleme und Fehler.
- Bekanntgabe einer Ergebnistendez.
Die Mindestpunktzahl zum Bestehen der Prüfung beträgt 75 von 100. Das Debriefing nimmt nicht mehr als 30 Minuten in Anspruch nehmen.
Kartenmaterial
Ohne passendes Kartenmaterial ist die Prüfung nicht zu bestehen. Bitte such dir deshalb vor der Prüfung in Eigenverantwortung die passenden Karten heraus. Im Vorgespräch wird besonders darauf geachtet, dass du die für dich relevanten Informationen aus der Karte schnell und richtig entnehmen kannst. Verifiziere vor Prüfungsantritt nochmal, ob deine Karten aktuell sind. Wir empfehlen grundsätzlich, die Karten aus unserem Divisioncenter zu verwenden.
Lotsenratings
Für die drei einzelnen Ratings halten wir zusätzlich noch detaillierte Informationen bereit. Klicke dazu auf das angestrebte Rating:
Aerodrome Controller
Die unten aufgeführten Prüfungsstandards definieren die theoretischen und praktischen Kompetenzen, die in den praktischen Prüfungen bewertet werden. Grundlage für die Durchführung und Bewertung der Prüfung ist der Exam Briefing Guide, sowie die TD-Richtlinien.
Mögliche Prüfungsflughäfen
| Bremen FIR | Langen FIR | München FIR |
|---|---|---|
| Bremen (EDDW) | Frankfurt (EDDF) | Dresden (EDDC) |
| Hamburg (EDDH) | Düsseldorf (EDDL) | Leipzig (EDDP) |
| Hannover (EDDV) | Köln (EDDK) | München (EDDM) |
| Berlin Brandenburg (EDDB) | Stuttgart (EDDS) | Nürnberg (EDDN) |
| Dortmund (EDLW) |
Benötigtes Verkehrsaufkommen
Eine Mindestzahl an Flugbewegungen ist erforderlich, um die Prüfung bewerten zu können. Diese schlüsselt sich folgendermaßen auf:
- Mindestens zwei Flüge nach Sichtflugregeln, mindestens einer davon muss sich in der Kontrollzone befinden, während ein anderer Flug nach Sichtflugregeln oder alternativ zwei Flüge nach Instrumentenflugregeln starten oder landen
- Mindestens vier Abflüge nach Instrumentenflugregeln, davon einer mit einem radargeführten Abflug
- Mindestens vier Anflüge nach Instrumentenflugregeln
- Mindestens ein Flugzeug mit einer Luftnotlage
- Mindestens ein Fehlanflug
Theoretischer Teil
Beim Prüfungsvorgespräch werden eure Kenntnisse in Bezug auf verschiedene theoretische Aspekte geprüft, mit denen ihr bei eurer Arbeit als Platzlotse in Kontakt kommt. Die theoretische Prüfung muss separat bestanden werden, um für die praktische Prüfung zugelassen zu werden. Die Kenntnis all dieser Inhalte wird auch für die praktische Prüfung vorausgesetzt. Diese umfassen:
Meteorologie:
- Dekodierung einer METAR und einer TAF
- Kenntnis über die verschiedenen Trend-Arten und ihre Gültigkeit
- Kenntnis über verschiedene Bedeckenungsgrade
- Definition der Hauptwolkenuntergrenze und erkennen der Hautpwolkenuntergrenze (HWU)
- Kenntnisse über Definition und Nutzen von Temperatur, Taupunkt und Spread
- Kenntnisse über den Unterschied zwischen QNH und QFE
- Kenntnis über verschiedene Sichtweiten: Bodensicht, Flugsicht, Pistensichtweite (Runway Visusal Range, kurz RVR) und vertikale Sicht
Luftrecht:
- Kenntnis über die Visual Meteorological Conditions (VMC) in einer Kontrollzone und die Fähigkeit, diese in einer METAR zu erkennen
- Kenntnisse über die Minima und die Anwendung von Sonderflügen nach Sichtflugregeln (SVFR)
- Wissen über Flüge nach Sichtflugregeln bei Nacht (NVFR) und die Definition von Nacht auf IVAO
- Kenntnis über die Bedingungen für Low Visibility Operations (LVO)
- Kenntnis über Luftraumklassifizierung und Luftraumstruktur in Deutschland und die damit einhergehenden Charakteristika
- Kenntnis über spezielle Luftraumgebilde: Kontrollzone (CTR), Radio Mandatory Zone (RMZ), Aerodrome Traffic Zone (ATZ), Transponder Mandatory Zone (TMZ), Flugbeschränkungsgebiet (ED-R) und Gefahrengebiet (ED-D)
- Kenntnis über die Übergangsfluhöhen Transition Altitude, Transition Level und Transition Layer
- Kenntnis über Staffelungsarten (Radarstaffelung, Wirbelschleppenstaffelung, Prozedurale Staffelung, Pistenstaffelung, herabgesetzte Pistenstaffelung)
- Wissen über Anwendung und Mindestwerte Radarstaffelung in der Kontrollzone
- Kenntnis über die Entstehung von Wirbelschleppen und die Anwendung, Abhängigkeit und Mindestwerte der Wirbelschleppenstaffelung
- Kenntnis über Pistenstaffelung und deren Anwendung
- Kenntnis über die Verfahren von Multiple Line-ups und Nichtzurückhalten der Freigabe
- Kenntnis über herabgesetzte Pistenstaffelung, die Voraussetzungen und verschiedenen LFZ-Kategorien
- Fähigkeit der vollständigen Interpretation einer VAD-Karte
- Wissen über Z- und Y-Flugpläne, das Clearance Limit und den Umgang mit einem Flugregelwechsel in der Kontrollzone
Verfahren und Verkehrsmanagement:
- Kenntnis über Platzrundenabschnitte in Deutsch und Englisch
- Wissen über Grundsätze der Prioritätensetzung im Aerodrome Bereich
- Kenntnis über die verschiedenen Verzögerungstaktiken für VFR-Verkehr
- Kenntnis über die verschiedenen Arten und den Aufbau von Verkehrsinformationen
- Kenntnis über die Verfahren: Sichtabflug, Sichtanflug und Vectored Departure
- Wissen über Handhabung einer Luftnotlage in der Kontrollzone und die Anwendung des ASSIST-Schemas
Lokale Verfahren:
- Wissen über die Bestimmung der Betriebsrichtung und die Pistendimensionen und das vorherrschende Pistenbetriebskonzept
- Kenntnis über die Anwendung von herabgesetzter Pistenstaffelung
- Überblick über verfügbare Instrumentenflugverfahren am Flughafen
- Kenntnis über das vorherrschende Rollwegkonzept und lokale Prozeduren
- Kenntnis über den lokalen Luftraum und die Ein- und Ausflugrouten für VFR-Verkehr
- Kenntnis über Anwendung und Besonderheiten von Low Visibility Operations (LVO)
- Wissen über alle lokalen Besonderheiten am Flughafen
Praktischer Teil
Grundlegende Fähigkeiten:
- Korrektes Einloggen auf der Prüfungsstation
- Hinzufügen des Prüfers in den Multichat bei allen relevanten Nachbarstationen
- Verwendung angemessener und korrekter Phraseologie nach AIP GEN 3.4
- Sichere Anwendung der englischen Sprache
- Souveränes und professionelles Auftreten auf der Frequenz
- Eine gute Kontrolle und effiziente Nutzung der Frequenz
- Korrekte und sinnvolle Information von Piloten bei relevanten Informationen
- Rechtzeitige und situationsgerechte Übergabe von LFZs an die nächsten Lotsen
- Angemessene Koordination nach Standard mit allen Nachbarstationen
- Sinnvolle Anwendung von Prioritätensetzung
- Sorgt für einen effizienten Verkehrsfluss ohne unnötige Verzögerungen
- Frühzeitige Erkennung und Vermeidung möglicher Konflikte
- Richtige und frühzeitige Bearbeitung sowie Weitergabe der Flugstreifen
Aerodrome-spezifische Fähigkeiten:
- Korrektes Ausfüllen und Anpassen der ATIS
- Korrekte und sinnvolle Bestimmung der Betriebsrichtung
- Reagiert angemessen auf besondere Wetterbedingungen (z. B. LVO oder Windshear)
- Vollständige und angemesssene Vergabe von IFR-Streckenfreigaben
- Vollständige und angemesssene Vergabe von VFR-Freigaben
- Koordination und Vergabe aller abweichenden, Sicht- und Vectored Departures
- Sinnvolle und effiziente Vergabe von Pushback- und Taxi-Freigaben
- Hält Verkehr am Boden in Bewegung und verhindert Konflikte
- Sinnvolles Anwenden konditioneller Freigaben und multiple Line-ups
- Korrekte Vergabe von Pistenfreigaben
- Korrektes Anwenden aller relevanten Staffelungsarten in der Kontrollzone und auf der Piste
- Zusätzlich korrekte Anwendung der herabgesetzten Pistenstaffelung
- Korrekte Handhabung und Koordination von Fehlanflügen
- Effiziente und sinnvolle Staffelung zwischen abfliegendem Verkehr
- Korrekte Abwicklung von Flügen nach Sichtflugregeln (eingeschlossen NVFR und SVFR) in der Kontrollzone und Platzrunde
- Effiziente und sichere Erstellung einer Landefolge
- Korrekte Durchführung eines Flugregelwechsels in der Kontrollzone
- Korrekte Handhabung und Koordination einer Luftnotlage in der Kontrollzone
Approach Controller
Die unten aufgeführten Prüfungsstandards definieren die theoretischen und praktischen Kompetenzen, die in den praktischen Prüfungen bewertet werden. Grundlage für die Durchführung und Bewertung der Prüfung ist der Exam Briefing Guide, sowie die TD-Richtlinien.
Mögliche Prüfungssektoren
| Bremen FIR | Langen FIR | München FIR |
|---|---|---|
| Berlin (EDDB_APP) | Düsseldorf (EDDL_APP) | Dresden (EDDC_APP) |
| Bremen (EDDW_APP) | Frankfurt (EDDF_APP) | Leipzig (EDDP_APP) |
| Hamburg (EDDH_APP) | Köln (EDDK_APP) | München (EDDM_APP) |
| Hannover (EDDV_APP) | Stuttgart (EDDS_APP) | Nürnberg (EDDN_APP) |
Benötigtes Verkehrsaufkommen
Eine Mindestzahl an Flugbewegungen ist erforderlich, um die Prüfung bewerten zu können. Diese schlüsselt sich folgendermaßen auf:
- Mindestens acht Abflüge nach Instrumentenflugregeln
- Mindestens zehn Anflüge nach Instrumentenflugregeln, welche erfolgreich bis auf den Endanflug vektoriert wurden (Bei lokalen Verkehr zählt jeder Anflug einzeln)
- Mindestens drei Anflüge nach Instrumentenflugregeln, die sich gleichzeitig unter deiner Kontrolle befinden
- Mindestens ein Flugzeug in einer Luftnotlage
- Mindestens ein Fehlanflug
Theoretischer Teil
Beim Prüfungsvorgespräch werden eure Kenntnisse in Bezug auf verschiedene theoretische Aspekte geprüft, mit denen ihr bei eurer Arbeit als Platzlotse in Kontakt kommt. Die theoretische Prüfung muss separat bestanden werden, um für die praktische Prüfung zugelassen zu werden. Die Kenntnis all dieser Inhalte wird auch für die praktische Prüfung vorausgesetzt. Diese umfassen:
Meteorologie:
- Dekodierung einer METAR und einer TAF
- Überblick über relevante Wetterphänomene im Approach
- Kenntnisse über den Unterschied zwischen QNH und QFE
Luftrecht:
- Kenntnisse über die Anwendung von VFR-Flügen in Luftraum C/D
- Wissen über Flüge nach Sichtflugregeln bei Nacht (NVFR), deren Handhabung und die Definition von Nacht auf IVAO
- Kenntnis über die Bedingungen für Low Visibility Operations (LVO)
- Kenntnis über Luftraumklassifizierung und Luftraumstruktur in Deutschland und die damit einhergehenden Charakteristika
- Kenntnis über spezielle Luftraumgebilde: Kontrollzone (CTR), Radio Mandatory Zone (RMZ), Aerodrome Traffic Zone (ATZ), Transponder Mandatory Zone (TMZ), Flugbeschränkungsgebiet (ED-R) und Gefahrengebiet (ED-D)
- Kenntnis über die Begriffe Transition Altitude, Transition Level und Transition Layer
- Kenntnis über Anwendung und Gewährleistung der Mindesthöhen
- Kenntnis über Radar, Wirbelschleppenstaffelung und prozedurale Staffelung
- Wissen über Anwendung und Mindestwerte Radarstaffelung im unteren Luftraum
- Kenntnis über die Entstehung von Wirbelschleppen und die Anwendung, Abhängigkeit und Mindestwerte der Wirbelschleppenstaffelung
- Kenntnis über parallele Pistenbetriebskonzepte und deren Voraussetzungen (unabhängige Parallelabflüge, abhängige Parallelanflüge, unabhängige Parallelanflüge, getrennte paralle An- und Abflüge)
- Wissen über Z- und Y-Flugpläne, das Clearance Limit und den Umgang mit Flugregelwechseln
- Fähigkeit der vollständigen Interpretation einer IAC-Karte
- Kenntnis über Definition und Anwendung von einem QDM und QDR
Verfahren und Verkehrsmanagement:
- Wissen über Grundsätze der Prioritätensetzung im Approach Bereich
- Wissen über die Koordination im Center
- Kenntnis über Transfer of Control und Transfer of Communication
- Kenntnis über die verschiedenen Arten und den Aufbau von Verkehrsinformationen
- Kenntnis über die Verfahren: Sichtabflug, Sichtanflug und Vectored Departure
- Wissen über Handhabung einer Luftnotlage, eines Funkausfalls im Approach Bereich und die Anwendung des ASSIST-Schemas
Luftraumkenntnis:
- Kenntnis über den Prüfungssektor und die lokalen Prozeduren
- Wissen über alle lokalen Besonderheiten des Prüfungssektors
- Kenntnis über das vorherrschende Pistenbetriebskonzept
- Kenntnis über alle Flughäfen im Sektor und die verfügbaren Verfahren
- Kenntnisse über alle Letter of Agreement mit internen und externen FIRs
- Vertrautheit mit allen militärischen Areas im Sektor
- Kenntnis über Anwendung und Besonderheiten von Low Visibility Operations (LVO)
Praktischer Teil:
Grundlegende Fähigkeiten:
- Korrektes Einloggen auf der Prüfungsstation
- Hinzufügen des Prüfers in den Multichat bei allen relevanten Nachbarstationen
- Verwendung angemessener und korrekter Phraseologie nach AIP GEN 3.4
- Sichere Anwendung der englischen Sprache
- Souveränes und professionelles Auftreten auf der Frequenz
- Eine gute Kontrolle und effiziente Nutzung der Frequenz
- Korrekte und sinnvolle Information von Piloten bei relevanten Informationen
- Rechtzeitige und situationsgerechte Übergabe von LFZs an die nächsten Lotsen
- Angemessene Koordination nach Standard mit allen Nachbarstationen
- Sinnvolle Anwendung von Prioritätensetzung
- Sorgt für einen effizienten Verkehrsfluss ohne unnötige Verzögerungen
- Frühzeitige Erkennung und Vermeidung möglicher Konflikte
- Richtige und frühzeitige Bearbeitung sowie Weitergabe der Flugstreifen
Approach-spezifische Fähigkeiten:
- Reagiert angemessen auf besondere Wetterbedingungen (z. B. LVO oder Windshear)
- Korrekte Vergabe von Squawks und Identifizierung von LFZs
- Einhaltung der jeweiligen Mindesthöhen
- Korrektes Anwenden aller relevanten Staffelungsarten (Radarstaffelung, Wirbelschleppenstaffelung, Prozedurale Staffelung)
- Kontinuierliche Einhaltung der jeweiligen Letter of Agreements bei der Übergabe von LFZs
- Gewährleistet eine sinnvolle und effiziente laterale Flugführung durch Vergabe von Vektoren, STARs, Transitions und Vergabe von Abkürzungen je nach Verkehrsaufkommen
- Gewährleistet eine sinnvolle und effiziente vertikale Flugführung durch die Vergabe zweckmäßiger Höhen sowie von Sink- und Steigraten, wenn notwendig
- Sinnvolle und effiziente Vergabe von Geschwindigkeiten
- Sinnvoller und effizienter Einsatz von Vektoren sowie effizientes Vektoring in den Endanflug
- Aufbau und Aufrechterhaltung einer Sequenz vom Einflug in den Sektor bis zum Aufsetzen
- Möglichst effiziente und sichere Umsetzung der jeweiligen Zielestaffelung
- Korrektes Anwenden von verschiedenen Anflugarten und parallelen Pistenbetriebskonzepten
- Korrekte Handhabung von Fehlanflügen und erneutes Einfädeln in eine Sequenz
- Sinnvolles Verzögern und Zurückhalten von Luftfahrzeugen durch Vektoren oder Holdings
- Sinnvolle und möglichst effiziente Handhabung von Abflügen
- Korrekte Durchführung eines Flugregelwechsels
- Korrekte Abwicklung von Flügen nach Sichtflugregeln in Luftraum C/D
- Anbieten von FIS-Service
- Korrekte Handhabung und Koordination einer Luftnotlage im Sektor
Center Controller
Die unten aufgeführten Prüfungsstandards definieren die theoretischen und praktischen Kompetenzen, die in den praktischen Prüfungen bewertet werden. Grundlage für die Durchführung und Bewertung der Prüfung ist der Exam Briefing Guide, sowie die TD-Richtlinien.
Mögliche Prüfungssektoren
| Bremen FIR | Langen FIR | München FIR |
|---|---|---|
| Bremen West (EDWW_W_CTR) | Langen Süd (EDGG_S_CTR) | München Nord (EDMM_N_CTR) - eine APP-Position darf nicht besetzt werden |
| Bremen Ost (EDWW_E_CTR) | Langen Nord (EDGG_N_CTR) | München Süd (EDMM_S_CTR) |
Benötigtes Verkehrsaufkommen
Eine Mindestzahl an Flugbewegungen ist erforderlich, um die Prüfung bewerten zu können. Diese schlüsselt sich folgendermaßen auf:
- Mindestens zehn Flugzeuge, die sich gleichzeitig unter euer Kontrolle befinden oder mindestens 12 Flugbewegungen pro Stunde
- Mindestens ein Flugzeug in einer Luftnotlage
Theoretischer Teil
Beim Prüfungsvorgespräch werden eure Kenntnisse in Bezug auf verschiedene theoretische Aspekte geprüft, mit denen ihr bei eurer Arbeit als Platzlotse in Kontakt kommt. Die theoretische Prüfung muss separat bestanden werden, um für die praktische Prüfung zugelassen zu werden. Die Kenntnis all dieser Inhalte wird auch für die praktische Prüfung vorausgesetzt. Diese umfassen:
Meteorologie:
- Dekodierung einer METAR und einer TAF
- Überblick über relevante Wetterphänomene im Center
Luftrecht:
- Wissen über Aufgaben und Grundsätze als Lotse in einem Center-Sektor
- Kenntnis über Luftraumklassifizierung und Luftraumstruktur in Deutschland und die damit einhergehenden Charakteristika
- Kenntnis über Radar, Wirbelschleppenstaffelung und prozedurale Staffelung
- Wissen über Anwendung und Mindestwerte Radarstaffelung
- Kenntnis über die Entstehung von Wirbelschleppen und die Anwendung, Abhängigkeit und Mindestwerte der Wirbelschleppenstaffelung
- Kenntnis über Staffelung von Formationsflügen
- Kenntnis über Anwendung und Gewährleistung der Mindesthöhen
Verfahren und Verkehrsmanagement:
- Kenntnis über Bedeutung, Anwendung und Besonderheiten von RVSM und CVSM
- Wissen über die Koordination im Center
- Kenntnis über Transfer of Control und Transfer of Communication
- Überblick über die relevanten Geschwindigkeiten im Center
- Kenntnisse im Umgang mit besonderen Abnormalsituationen und Luftnotlagen
- Verständnis für militärische Verfahren und den Unterschied zwischen General Air Traffic und Operational Air Traffic
- Anwendung von Faustformeln für Sink- und Steigflug, Sink- und Steigrate
- Kenntnis über die verschiedenen TCAS-Stufen und die Handhabung einer Resolution Advisory
Luftraumkenntnis:
- Kenntnis über den lokalen Prüfungssektor und die lokalen Prozeduren
- Kenntnis über alle Flughäfen im Sektor und die verfügbaren Verfahren
- Kenntnisse über alle Letter of Agreement mit internen und externen FIRs und UIRs
- Vertrautheit mit allen militärischen Areas im Sektor
Praktischer Teil:
Grundlegende Fähigkeiten:
- Korrektes Einloggen auf der Prüfungsstation
- Hinzufügen des Prüfers in den Multichat bei allen relevanten Nachbarstationen
- Verwendung angemessener und korrekter Phraseologie nach AIP GEN 3.4
- Sichere Anwendung der englischen Sprache
- Souveränes und professionelles Auftreten auf der Frequenz
- Eine gute Kontrolle und effiziente Nutzung der Frequenz
- Korrekte und sinnvolle Information von Piloten bei relevanten Informationen
- Rechtzeitige und situationsgerechte Übergabe von LFZs an die nächsten Lotsen
- Angemessene Koordination nach Standard mit allen Nachbarstationen
- Sinnvolle Anwendung von Prioritätensetzung
- Sorgt für einen effizienten Verkehrsfluss ohne unnötige Verzögerungen
- Frühzeitige Erkennung und Vermeidung möglicher Konflikte
- Richtige und frühzeitige Bearbeitung sowie Weitergabe der Flugstreifen
Center-spezifische Fähigkeiten:
- Reagiert angemessen auf besondere Wetterbedingungen (z. B. LVO, Windshear oder CATs)
- Korrekte Vergabe von Squawks und Identifizierung von LFZs
- Einhaltung der jeweiligen Mindesthöhen
- Korrektes Anwenden aller relevanten Staffelungsarten (Radarstaffelung, Wirbelschleppenstaffelung)
- Kontinuierliche Einhaltung der jeweiligen Letter of Agreements bei der Übergabe von LFZs
- Gewährleistet eine sinnvolle und effiziente laterale Flugführung durch Vergabe von Vektoren, STARs, Transitions und Parallel Offsets , auch nach Koordination mit Nachbarstationen
- Effiziente und sinnvolle Vergabe von Abkürzungen für LFZs, auch durch proaktive Koordination, je nach Verkehrsaufkommen
- Gewährleistet eine sinnvolle und effiziente vertikale Flugführung durch die Vergabe zweckmäßiger Höhen sowie von Sink- und Steigraten, wenn notwendig
- Sinnvolle und effiziente Vergabe von Geschwindigkeiten
- Möglichst effiziente und sichere Umsetzung der jeweiligen Zielestaffelung
- Sinnvolles Verzögern und Zurückhalten von Luftfahrzeugen durch Vektoren oder Holdings
- Korrekte Durchführung eines Flugregelwechsels
- Korrekte Abwicklung von Flügen nach Sichtflugregeln in Luftraum C/D
- Anbieten von FIS-Service
- Korrekte Handhabung und Koordination einer Luftnotlage im Sektor