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Überörtliche Militärische FlugsicherungTobias Eckert2018-03-04T16:56:32+00:00

Überörtliche Militärische Flugsicherung (üMilFS)

Welche militärischen FVK-Dienste werden angeboten?

Militärische Bezirkskontrolle (ACC/UAC)
Sämtliche Dienste, welche auch von einer zivilen Bezirkskontrolle (ACC/UAC) angeboten werden.

Hier nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wenn militärischer Flugverkehr in den eigenen Sektor einfliegt, erstma ganz entspannt den Flugplan prüfen. Militärischer IFR (außerhalb von militärischen Übungsgebieten) ist i.d.R. total unspektakulär. Einfach ganz normal wie zivilen IFR-Verkehr betrachten. Vielleicht mit der Ausnahme, dass man ihn einfach fliegen lässt und am besten keine Directs vergibt. Eurofighter & Co. sind zwar durchaus RNAV-fähig, es ist jedoch sehr umständlich einen Wegpunkt anzusteuern, welcher nicht schon vor dem Flug (Flugplanungsphase) auf die Speicherkarte (Portable Data Storage) abgespeichert wurde. Wegpunkte lassen sich zwar auch im im Nachinein während dem Flug hinzufügen/editieren/löschen, jedoch ist das etwas umständlich und kostet Zeit. Einfach nur die Wegpunkte verwenden, die der Pilot eh schon im Flugplan hat. Bei Maschinen im Anflugkontrollsektor kann man aber selbstverständlich mit Radar vectors arbeiten.

Ansonsten bleibt alles gleich. IFR fliegt ganz normal durch den Sektor und wird an der Grenze an den Nachbarsektor übergeben (oder Unicom). VFR erhält auf Wunsch RAFIS (wie bei der öMilFS beim APP). C/D-Crossing und Flugregelwechsel laufen genauso ab wie bei zivilen Maschinen.

Die größte Besonderheit auf Strecke (en route) stellt die Überwachung von aktiven militärischen Übungsgebieten dar. Wenn kein CRC online ist, könnte es z.B. sein, dass dich via Chat ein Pilot anschreibt, welcher ein Übungsgebiet innerhalb deines Zuständigkeitsbreichs nutzen möchte. Keine Angst. Alles was du tun müsstest (sofern du möchtest) beschränkt sich auf die Aktivierung der gewünschten Area und dem Fernhalten von zivilem Flugverkehr (man kann je nach Umständen auch mal ein Durchflug genehmigen, sofern niemand dadurch gestört wird und alle informiert werden). Die Aufgaben beschränken sich hier aber auf reine Überwachungsaufgaben. Es werden KEINE militärtaktischen Aufgaben/Dienste angeboten. Sofern der Pilot dies aber wünscht (z.B. für komplexere Verfahren/Missionstypen, welche die Anwesenheit eines CRC oder AWACS erfordern), einfach ablehnen und ggf. einen geeigneten CRC Controller holen (wenn man einen kennt).

Überwachungsaufgaben beschränken sich auf:

  • Gebiet (z.B. TRA oder Streckensegment des NLFS) aktivieren und freihalten
  • Angemeldeten OAT gem. Request bzw. Briefing/Planung in die Area freigeben:
    • Bei TRA: „Razor21, TRA Operation approved, stay/remain on my frequency“ (und ggf. ein neuer Mode 3/A nach eigenem Ermessen)
    • Bei NLFS: „Razor21, descend into night low flying system, atc service terminated at (time), stay/remain on my frequency“ (Mode 3/A 2000 ohne Terrain Following und 0024 mit Terrain Following)
  • Piloten innerhalb einer TRA bei Annäherung an eine TRA-Grenze rechtzeitig informieren, dass der seitliche Abstand von 2,5 NM zur TRA-Grenze eingehalten werden kann und die vertikalten Grenzen nicht über-/unterschritten werden. Die Verantwortung zur Einhaltung der entsprechenden Abstände verleibt jedoch beim Piloten
  • Piloten bei Einflug in ein definiertes Teilgebiet einer TRA über den Status des jeweiligen (und benachbarten) Teilgebiets informieren
  • Piloten über die Annäherung eines anderen übenden Lfz in einem angrenzenden Teilgebiet, an die gemeinsame Teilgebietsgrenze informieren